Earth Day 2017

Wer den „Earth Day“ nicht kennt, dem sei hier kurz vorausgeschickt, dass es sich dabei um eine symbolische Aktion handelt, die jedoch keinen nachhaltigen Mehrwert liefert.

Im Mittelpunkt der Aktion steht die Botschaft, dass Klimaschutz nur gemeinsam erfolgreich ist. Um dem Nachdruck zu verleihen, werden die Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen am 25. März von 20:30 bis 21:30 das Licht auszuschalten.

Um 21:30 ist der negative Stresstest für das Stromnetz dann vorbei. Geändert hat sich nichts. Was bleibt, ist maximal eine Schlagzeile in der Tageszeitung auf Seite fünf.

Dank der fortgeschrittenen Digitalisierung wurde aus unserem herkömmlichen Stromnetz ein intelligentes Energieversorgungsnetz, das technische Risiken im Griff hat.

Nach der Aktion am 25. März wird jedoch alles wieder wie immer sein. Wer wirklich dauerhaft und effizient Strom, und damit auch Geld, sparen möchte, der muss grundsätzlich umdenken.

Häufig hört man den Ratschlag, man müsse allein die „Stand by“-Funktion richtig ausschalten. Würden das alle in Deutschland machen, dann könne man angeblich zwei Atomkraftwerke abschalten. Am Earth Day nehmen viele teil, aber kaum jemand hat den Rat befolgt. Vor allem auch deshalb nicht, weil sich dies in Punkto Kosten nicht bemerkbar macht.

Wer also wirklich Energie sparen möchte, und sich nicht nur damit zufrieden gibt, ein nachhaltigkeitsloses Zeichen zu setzen, der kann zum Beispiel folgendes machen:

  • Desktop PC entsorgen und auf Laptops oder Tablets umsteigen
  • Herkömmliche Leuchtmittel gegen effiziente LED-Lampen tauschen
  • Nicht benötigte Geräte von der Steckdose trennen (z.B. Ladegeräte für das Handy aus der Steckdose nehmen, etc.)
  • Wenn möglich, im Sommer die Wäsche an der Luft trocknen lassen und nicht im Wäschetrockner
  • … und natürlich auch die Standby Geräte stromlos machen.

Klimaschutz erfolgt jedoch nicht nur über den eigenen Stromverbrauch. Ein Umdenken bei der Mobilität spielt ebenfalls eine große Rolle. Der Straßenverkehr ist maßgeblich an der Zunahme des in Deutschland produzierten C02 verantwortlich. Siehe Quelle

Am Ende des 25. März muss trotzdem jeder selbst entscheiden, wie er mit der Energiefrage und dem Klimaschutz umgehen möchte. Sicher ist hier nur, das unser Klima nicht gerettet wird, weil wir für eine Stunde kollektiv das Licht ausschalten.

Übrigens: Vielleicht ist es schon jemandem aufgefallen, dass die Stadt Olching vor ein paar Wochen begonnen hat, in Sachen Straßenbeleuchtung umzudenken. In der Daxerstraße wurden bereits LED-Leuchtmittel gesichtet.