Olchinger Amperauen: Seit 2015 ist nichts passiert oder Bürgerfreundlichkeit mit Verspätung

zum Artikel „Stolperfallen in den Amperauen“ (FFB Tagblatt vom 22.11.2017)

Es ist schön, dass die SPD Olching nun die Amperauen und die Bürgerfreundlichkeit für sich entdeckt hat. Dies muss allerdings diejenigen Bürgerinnen und Bürger ziemlich irritieren, die bereits 2015 einem Beteiligungsprojekt des SPD Bürgermeisters zum Thema gefolgt sind und u.a. genau die nun wieder genannten Probleme adressiert hatten.

Die Erkenntnis damals war, dass der Zustand der Amperauen grundsätzlich erhalten bleiben soll. Das bedeutete aber auch, dass die Amperauen sicher genutzt werden können. Die im Projekt erarbeitete Maßnahme „Wege an der Amper befestigen und wiederherstellen“ inklusive der Nennung konkreter Stellen wurde von den Teilnehmern in ihrer Wichtigkeit hoch bewertet. Auch hatten die Teilnehmer dieser Veranstaltung vom Oktober 2015 angeregt, sich binnen zwei Jahren wieder zu treffen und die erreichten Ergebnisse zu diskutieren.

Die Stadtverwaltung hatte die Themen anteilig in die Haushaltsplanungen der Folgejahre mitgenommen. Umgesetzt wurde – außer einer Handvoll Parkbänke am Amperkanal – leider nichts. Schriftliche Nachfragen und Gespräche im Rathaus verliefen im Sande. Damit muss man diese Initiative bei allem Wohlwollen als „Bürgerberuhigungsprojekt“ bezeichnen.

Das „Gesagt – Getan“ aus der Halbzeitbilanz-Hochglanzbroschüre der SPD sollte an dieser Stelle ebenfalls relativiert werden. Es wäre nun wieder einmal eine Chance für die Stadt, die engagierten Bürgerinnen und Bürger mit Verspätung aktiv einzubinden. Nachdem der Antrag im Stadtentwicklungsausschuss bestätigt wurde, wäre es außerdem eine Möglichkeit für die SPD weiter zu unterstützen, dass für die Bürgerinnen und Bürger erkennbare Ergebnisse folgen, die über das Wegräumen einer Handvoll Baumstümpfe hinaus gehen.

Harald Rohne

Teilnehmer Bürgerbeteiligungsprojekte Olching

FDP Ortsverband Olching