Verkehrsplanung im Gewerbepark B471?

Zum Artikel „Gewerbering: Parken kostet zukünftig“ (FFB Tagblatt vom 19. November 2016)

Hoffentlich ist es eine Fehlinterpretation des Artikels, dass die Stadt Olching mit Parkscheinautomaten die Zugänglichkeit für Rettungsfahrzeuge sicherstellen möchte. Leider würde eine solche reaktive Planung in die aktuelle Situation im Gewerbepark passen.

Die Nutzung der Geiselbullacher Straße über die direkt angebundene Brücke ist ohne Auto nicht gefahrlos möglich. Bis zum vierspurigen Ausbau der B471 sollen Fußgänger und Radfahrer von Olching nur über den Kapellenweg oder über die Palsweiser Straße und den Kiesweg entlang der B471 in das Gewerbegebiet gelangen. Das ist die Empfehlung der Stadt. Eine in 2014 in Aussicht gestellte Querungshilfe am Kreisel im Gewerbepark zur Bäckerei und Gastronomie soll nun vielleicht in 2017 realisiert werden können.

Es zeigt sich täglich, dass Fußgänger und Radfahrer die Brücke benutzen. Denn dies ist der kürzeste Weg nicht nur für Bürger aus Geiselbullach und Neuesting oder Kunden des Einkaufszentrums, sondern auch für diejenigen, die auf der Neuestinger Straße über die Amper aus Olching kommen.

Auch auf der anderen Seite der Brücke im angrenzenden Gewerbegebiet der Hermann-Böcker-Straße ist die Situation unübersichtlich. Die Einfahrt des Diskounters ist direkt nach dem Kreisel, die Straße selbst ist schwer einsehbar für eine Überquerung.

Und um die beiden Themen zu verbinden: In der Hermann-Böcker-Straße finden jetzt dutzende Kleinlaster einen Parkplatz und fahren vermutlich täglich über die Brücke in den Gewerbepark.

Es wäre nun wünschenswert, dass die Stadt eine Planung der Verkehrsführung auch für Fußgänger und Radfahrer erstellt, damit diese rechtzeitig aktiv in die Ausbauplanung der B471 einfließen kann. Nur so kann es zumindest in einigen Jahren zu einer sinnvollen Anbindung des Gewerbeparks an Olching und zu einem sicheren Erreichen des Gewerbes auch für Fußgänger und Radfahrer kommen.

Harald Rohne

FDP Ortsverband Olching